Aktuelles in und aus der Kirchengemeinde
Glockenläuten zum Gedenken an die Opfer von Rassismus und Rechtsradikalismus
Donnerstag, 23. Februar - 12 Uhr, Kirche Wedel
Um 12 Uhr läuten bundes- und landesweit die Glocken. In Berlin findet ein offizieller Staatsakt zum Gedenken an die Opfer der rechtsradikalen Zwickauer Terrorzelle statt. Mehrere Institutionen, u.a. auch die katholische und die evangelische Kirche, beteiligen sich an der Aktion. Auch der Wedeler Kirchenvorstand hat einstimmig beschlossen, auf diesem Wege ein Zeichen gegen rechtsradikale Gewalt bzw. der Solidarität mit den betroffenen Familie zu setzen. Zwischen 12 und 13 Uhr wird die Wedeler Kirche für stilles Gedenken geöffnet sein.
Ausstellung in der Risthütte während der Passionszeit
Er-löse uns! So lautet in diesem Jahr die Überschrift für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend. Seit 54 Jahren wird die via dolorosa - dem Kreuzweg Jesu in der Karwoche - ökumenisch begangen. Jedes Jahr wird er in besonderer Weise thematisch vorbereitet und mit einer Plakataktion gemeinsam präsentiert. In der Risthütte hängen die Plakate für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2012 mit Beginn der Passionszeit am Aschermittwoch. Zu sehen sind Bilder aus Oberammergau - Szenen des Kreuzweges, fotografiert von der Berliner Künstlerin und Fotografin Brigitte Maria Mayer. Die Überschrift: "Er - löse uns!" erinnert an die Vater-Unser-Bitte und damit an das Böse, das Menschen gefangen und in jeder Hinsicht die Freiheit nehmen kann. Die Passionszeit und die Plakatbilder verweisen auf die Schlüsselfunktion Jesu für unsere Erlösung: "Er - Jesus - löse uns!"
Die Ausstellung läuft bis Karsamstag bzw. einschließlich der Osternacht. Zu sehen ist sie von Montag - Freitag vormittags zwischen 9-12 Uhr. Bitte melden Sie sich im Kirchenbüro!
Darüberhinaus natürlich: Sonntags nach dem Gottesdienst.
Erste Abendveranstaltung in der Friedhofskapelle am Egenbüttelweg
Dienstag, 28. Februar - 19.30 Uhr
Vortrag: "Blicke hinter den Horizont" - Deutung und Bedeutung von Nahtoderlebnissen
Referent: Jörgen Bruhn, Hamburg (Religionslehrer im Ruhestand, Kirchenvorsteher St. Jacobi, Hamburg)
ACHTUNG: Änderung des Veranstaltungsortes. Die Veranstaltung war ursprünglich in der Risthütte vorgesehen, soll nun aber nach Vollendung des Umbaus der Friedhofskapelle und aufgrund der thematischen Nähe in der Kapelle stattfinden. Bitte weitersagen!!!
Neueröffnung der Friedhofskapelle am Egenbüttelweg
Seit Sonntag, dem 5. Februar, steht die Friedhofskapelle Trauernden und der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Fast 50 Jahre nach dem Bau waren Sanierungsmaßnahmen nötig geworden, die Gemeinde nutzte den viermonatigen Umbau aber auch, um neue Akzente zu setzen. Beim Einweihungsgottesdienst gab es viel Zuspruch. Die einst vom Wedeler Architekten Willy Krämer errichtete Kapelle erstrahlt nun in neuem Glanz
So wurde der Raum für die Angehörigen, die sich vor der Trauerfeier dort versammeln können, völlig neu gestaltet. Eingerichtet wurde auch ein ebenerdiger Raum für den persönlichen Abschied, in dem man für sich oder mit der engsten Familie am offenen Sarg innehalten kann. Das Foyer bekam ein großes einteiliges und künstlerisch gestaltetes Fenster. In der Kapelle selber wurde mit dem „Raum-im-Raum“-Konzept der Hamburger Architekten Stölken und Schmidt die vielseitige Nutzung des Raumes für kleine und große Trauergesellschaften ermöglicht. Neu sind dort auch der Altar und ein besonderes Licht- und Holzdesign. Es entsteht eine Atmosphäre, die nun auf vielfältige Weise Trost, Geborgenheit und Halt vermittelt und das Motto der Umgestaltung „Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand“ umsetzt.
Im Kirchenvorstand und im Friedhofsausschuss soll nun überlegt werden, welche zusätzlichen Veranstaltungen in den schönen Räumlichkeiten stattfinden sollen.
Ein Kirchturm zieht um ...
von Mölln nach Holm. Das jedenfalls wünschen wir uns. Dabei hoffen wir auf regen Zuspruch und finanzielle Unterstützung für das Projekt von allen, denen ein Kirchturm für Holm am Herzen liegt!Kirchenvorstand wieder (fast) vollständig
Neu in den Kirchenvorstand berufen wurden im Januar Werner Ballendat, Martin Hummel und Thorsten Sack. Am Sonntag, den 19. Februar, wurden sie im Rahmen eines Abendmahlsgottesdienstes in ihr neues Amt eingeführt.
Höhepunkte aus dem Jahr 2011 ...
Ewigkeitssonntag: Konzert „Requiem für einen polnischen Jungen“
Das Konzert am Sonntag, den 20. November, ließ die Menschen den Atem anhalten. In der gut gefüllten Kirche war kein Husten mehr zu vernehmen, als die ergreifenden Texte sich mit dem Gesang der Chöre und dem Klang der Instrumente verbanden. Beeindruckend auch die Leistung der Sopranistin Susann Schade, die z.T. zwischen Sprechen und Gesang virtuos wechselte. Das Konzert endet mit dem solistischen Gesang eines jugendlichen Chormitgliedes, der dem Text eines jüdischen Kindes seine Stimme lieh. "Ich habe keinen Namen, ich bin ein jüdisch Kind, weiß nicht, woher wir kamen und wo wir morgen sind. Ich spreche viele Sprachen, verlern sie wiederum. Für das, war wir ertragen, sind alle Sprachen stumm." Erst nach Stille und Glockengeläut honorierte das Publikum die musikalische Leistung der Mitwirkenden, während diese aus der Kirche auszogen.
Das Requiem von Dietrich Lohff - 1998 an sechs Orten in Deutschland zeitgleich uraufgeführt - erinnert an die Schicksale von Menschen, die als Deportierte in den Todeslagern der Nationalsozialisten ermordet wurden oder auch überlebten. Die musikalische Aufarbeitung dieses Themas ist nahezu einzigartig in der Kirchenmusik. Dietrich Lohff hat für die Originaltexte der Opfer musikalisch einfühlsam und beeindruckend eine Form gefunden, die es möglich macht, der Schrecken jener Jahre zu gedenken und gemeinsam öffentlich zu trauern.
Ausstellung in der Risthütte „Straßenschilder-Stolpersteine“.
Mit der Aufführung des Konzertes „Requiem für einen polnischen Jungen“ von Dietrich Lohff unter der Leitung von Susanne Krau endet auch die Ausstellung "Straßenschilder-Stolpersteine", die etwa drei Monate lang in der Risthütte zu sehen war.

