03/07/2026 0 Kommentare
Hebräische Melodien
Hebräische Melodien

Hebräische Melodien in der Immanuelkirche Wedel
Es ist schon Tradition in der Immanuelkirche in Wedel nahe dem Roland. Immer um 17 Uhr am Sonntag gibt es tolle Konzerte. Dieses Mal kommen die Solisten Elisaveta Don (Klavier) und ihr Mann Eduard Don (Klarinette) sowie der Cellist Nariman Akbaraov als Trio mit ‚Hebräischen Melodien‘ nach Wedel. Sie haben alle jüdische Wurzeln und für das Konzert ein Programm zusammengestellt mit außergewöhnliches Melodien, die unglaublich schön und sonst selten zu hören sind. Die Musizierenden sind Profis mit entsprechenden Ausbildungen und spielen u.a. mit dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg sowie in internationalen Kontexten in vielen Ländern und Städten.
Der Klarinettist Eduard Don wurde 1981 in Bălți, Moldavien geboren. Als Sechsjähriger kam er an eine Spezialschule für Musik, Fachbereich Klarinette. Im Jahr 1991 zog Eduard samt Familie nach Israel, wo er aufgrund seiner Begabung die Musikschule “Tedd-Harrison“ in Tel Aviv besuchte. Begeistert vom absoluten Gehör und seinem Talent unterstützte der Pädagoge Itzhak Kazap den Jungen bei Wettbewerben, die er alljährlich gewann. 2006 schloss Eduard sein Studium mit Bestnote ab. Unterstützt und inspiriert durch die Zusammenarbeit mit erfolgreichen Musikern wie Giora Feidman, Kolja Blacher, Natalia Gutman, Franklin Cohen oder Philippe Cuper startet er seine Laufbahn, erweiterte seine klangliche Farbpalette und eignete sich so seine Unverwechselbarkeit im Spiel an.
Die in Moskau in eine musikalische Familie hineingeborene Elizaveta Don erhielt mit vier Jahren ihren ersten Klavierunterricht, und hat mit fünf ihr erstes Konzert gespielt. Sie ist Preisträgerin von 17 Klavierwettbewerben. Sie studierte am Moskauer P.I. Tschaikowsky Konservatorium bei Prof. Sergei Dorensky, wo sie im Juni 2011 ihren Diplom machte. Ab 2011-2013 studierte sie in der Klasse von Professor Evgeni Koroliov an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit erfolgreichem Abschluss im Masterstudiengang und Konzertexamen 2013 bis 2017. Als Stipendiatin der Vladimir Spivakov Internationalen Karitativen Stiftung begann schon im Jahr 2003 ihre Karriere. Sie konzertierte in über 35 Ländern: Australien, Argentinien, China, Kanada, Indien, Israel, Japan, Thailand, USA und in Europa. Sie trat in berühmten Konzertsälen auf: Großer Saal des Tschaikowski Konservatoriums in Moskau, Salle Cortot in Paris, Teatro Ristori in Verona, National Concert Hall in Dublin, Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Laeiszhalle in Hamburg sowie der George Weston Recital Hall des Toronto Center for the Arts.
In Baku, Aserbaidschan wurde Nariman Akbarov 1993 geboren. Mit sechs Jahren entdeckte er das Cello. Seine Mutter Leyli unterrichtete ihn und vermittelte ihm musikalischen Bildung in Cello und Kammermusik. Den Großteil seiner Kindheit und Jugend lebte Nariman bis 2010 in der Türkei.
Dort gewann er im Jahr 2002 den 1. Preis beim Internationalen Rotary-Wettbewerb. In 2005 gewann er den 1. Preis beim Mladi Virtuozi’-Wettbewerb in Bulgarien. 2010 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Rotary-Wettbewerb und spielte ein Gala-Konzert mit Yildiz Ibrahimova. Im Jahr 2011 wurde er zum ‘International Festival of Classical Music’ in Kursk, Russland eingeladen.
Ab Oktober 2012 studierte Nariman an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Professor Bernhard Gmelin. Den Bachelor of Music schloss er 2016 mit ‚Sehr gut‘ ab. Es folgte 2016–2018 ein Master sowie das Konzertexamen bei Ryuichi Rainer Suzuki. Nariman Akbarov nahm Meisterkurse bei den Cellisten Mstislav Rostropovich, Alexander Rudin und Micha Maisky. Er gastierte in Deutschland, Griechenland, Bulgarien, Österreich, Türkei, Aserbaidschan, China, Frankreich, Italien und Schweiz. Aktuell ist Nariman als Cellolehrer und Orchestermusiker bei den Hamburger Symphonikern tätig.
Passend zum Laubhüttenfest hat das Trio hier Stücke gewählt, die einen ganz eigenen Zauber verbreiten und mit ihren Klangwelten das Publikum in orientalische Gefilde eintauchen lassen.
Karten sind erhältlich über die Kirchengemeinde Immanuelkirche, über die Vorverkaufsstelle in der Wedeler Bahnhofsstrasse, Online sowie an der Abendkasse für Kurzentschlossene
Kommentare